Java – Mount Ijen: Blue flames und gelber Schwefel

Java – Mount Ijen: Blue flames und gelber Schwefel

Java – Mount Ijen: Blue flames und gelber Schwefel

Die Fähre brauchte nicht lange von Gilimanuk auf Bali nach Banyuwangi auf Java. Unsere neue Unterkunft hatte uns den Pickup von der Fährstation zu einem kleinen Preis angeboten, so ersparten wir uns nerviges Verhandeln mit den Taxifahrern und wurden beim Ankommen schon erwartet.

Auf Bali sind überall Blumen, tolle Gebäude & Tempel,  grüne Reisfelder, Hinduismus und viele freundliche Leute  zu finden- ein bisschen „Eat Pray Love“ eben.

Java ist da ganz anders: muslimisch, arm und naja nicht so schön- auf den ersten Blick. Dafür gibt es hier aber  wunderschöne Natur, wie die beiden Vulkane, die wir uns in den nächsten Tagen anschauen wollten und auf den zweiten Blick auch tolle Menschen!

Unsere Unterkunft das Kampung Osing Inn war auch sehr einfach: es war ein Zimmer mit dreckigen Wänden (endlich wieder Schimmel) und ohne Fenster. Aber wir zahlten auch nur 10 € inklusive Frühstück, also alles easy. Ganda, ein Indonesier Mitte 20, hat sich aber meist bemüht und mangels Alternativen war diese Unterkunft die beste und günstigste für uns.

Für den nächsten Morgen organisierte er uns bei seinem Freund den Transport zum Ijen, so dass wir auch glücklich waren, dass es so problemlos klappte. Mit 2 Argentiniern ging es also in der Nacht um halb zwei zum Mt. Ijen. Im Geländewagen. Der ist aber unnötig, ein Roller oder Porsche wäre auch gut mit der top ausgebauten Straße klargekommen. Aber wer will schon um 2 Uhr am Morgen mit dem Roller bei Regen 1,5 -2h durch die Nacht fahren? Gefährlich und langweilig!

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Der Mount Ijen ist ein Vulkan mit einem türkisem Kratersee, laut Wikipedia das größte Säurefass der Erde. Bis zu 10 Tonnen Schwefelgas werden am Tag hier produziert und durch ein Rohrsystem mit Wasser gekühlt, so dass der Schwefel fest wird und sich ablagert. Die Arbeiter brechen ihn dann mit Eisenstangen heraus und laden Ihn in Ihre Körbe. Pro Ladung bekommen sie wohl ca. 2-3 € und schaffen davon am Tag vielleicht zwei…

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Hier wird also tatsächlich noch Schwefel abgebaut, ein Knochenjob für wenig Einkommen und mit einem kurzem Leben. So waren auf unserem Weg auch zahlreiche Arbeiter, die mit leeren Körben den Weg zum Kratersee und mit vollen, 70kg (Benjamin schätzt mal 35-40kg) schweren Körben zurück kamen. Diese haben wir als sehr freundlich und zurückhaltend empfunden. Manche bieten an ein Bild mit Ihnen zu machen oder verkaufen aus Schwefel geformte Figuren und verdienen sich so was dazu. Da die Dämpfe unten am See unangenehm und ungesund sind, hatten wir uns zuvor schon Masken gekauft, die ein wenig Schutz boten.

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Generell war es in Ordnung, wenn man nicht allzu nah dran war und der Wind nicht genau in unsere Richtung kam. Da wir nur einmal im Leben da runter waren werden wir klar kommen, die Arbeiter haben leider andere Aussichten und zwar keine guten.

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Wir sind aber auch nicht ohne Grund so früh raus, wir wollten unbedingt die Blue Flames sehen, die aus brennendem Schwefel entstehen. Es hat sich gelohnt, die Flames waren wirklich beeindruckend und als es hell wurde war es toll zu sehen, wo man eigentlich war. Der Ausblick war wunderschön und ließ Java für uns gleich in einem anderem Licht leuchten.

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Den Rest des Tages verbrachten wir in der Hitze mit nichts tun. Wirklich viel war auch nicht los und wir waren froh als es weiter ging am nächsten Tag.

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Wir buchten uns Zugtickets für die Weiterfahrt nach Probolingo. Vorher hatten wir gelesen, man könne sich ruhig für einen der beiden Vulkane (Ijen & Bromo) entscheiden, einer würde reichen. Da beide grundverschieden sind, haben wir uns beide angeschaut und waren froh drum.

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