Java – Bromo: Wicked, wicked Wonderland

Java – Bromo: Wicked, wicked Wonderland

Java – Bromo: Wicked, wicked Wonderland

Manche sagen: „Entweder Mt. Ijen oder Brom, ein Vulkan reicht!“ Was für ein Quatsch. Unterschiedlicher können die beiden nicht sein. Die Bilder sprechen für sich, beide einzigartig und absolut sehenswert.

Mit dem Zug ging es dann weiter nach Probolingo- es war recht eng, aber dafür hatten wir bequeme Sitze. Unsere Sitznachbarn waren nett und teilten ihr Obst mit uns.

Die Tickets hatten wir ja schon gleich bei unserer Ankunft am Bahnschalter gekauft. Nur die Weiterreise nach Cemoro Lawang war dann ein wenig mühsam. Erstmal mussten wir vom Zugbahnhof zum Busbahnhof.

Von den Schleppern hatten wir zwar einiges gelesen, aber gut wir kannten ja den ungefähren Preis für die Fahrt nach Cemoro Lawang und so ließen wir uns erst mal für einen kleinen Preis mit zu einem Office fahren, in dem dann die Fahrten verkauft wurden. Hier wollte man uns dann die Fahrt inklusive einer Unterkunft verkaufen- aber wir taten so, als ob wir schon eine gebucht haben und deshalb nur an der Fahrt interessiert sind. Und so war das Interesse an uns auch schon vorüber, leider konnte man uns plötzlich auch keine Fahrt mehr anbieten. Na so was. 

Zum Glück waren wir jetzt nicht mehr so ewig weit vom Busbahnhof entfernt, also liefen wir bis dahin. Dort angekommen, hieß es erst mal warten und warten, da der Kleinbus erst fuhr wenn ausreichend Leute beisammen waren. Allerdings war es hoffnungslos und innerhalb der 6 Stunden, die wir warteten, kamen vielleicht noch ein oder zwei Leute hinzu.

Mittlerweile dämmerte es und dann hieß es plötzlich, wir können doch fahren, aber nur wenn jeder quasi das Doppelte von dem vorherigem Preis zahlt. Fanden wir dann irgendwie doof und sagten, wir möchten lieber noch warten oder morgen fahren. 

Kamen uns ein bisschen verarscht vor, der Bus wird niemals voll werden, jedenfalls nicht in dieser Saison. Für den Preis hätten wir uns dann auch fast gleich ein Taxi nehmen können. Irgendwann hat dann ein Chinese, der nicht länger warten wollte, den zusätzlichen Betrag einfach bezahlt und wir saßen in diesem Bus.

Je weiter es hoch ging, desto kälter wurde es, so dass wir eine Schicht nach der anderen anzogen. Oben angekommen zeigte der Busfahrer uns natürlich auch gleich eine Unterkunft seines Vertrauens. Da der Preis sehr fair war und alles sauber und gut war, stiegen wir dort gleich für 2 Nächte ab und kauften auch gleich Tickets für die JeepTour am nächsten morgen.

Cemoro Lawang ist ein kleines, süßes Dörfchen mit der spektakuläten Aussicht auf den Bromo in der Ferne. Auf der Suche nach Essen wurden wir fündig in einem kleinen süßen Laden, aßen Nasi Campur und waren froh angekommen zu sein.

DSC00241

Nachdem wir noch zwei echte Bromo-Hats gekauft hatten, waren wir gewappnet für den nächsten Tag und fielen müde ins Bett. Am nächsten Morgen ging es früh los, der Jeep holte uns zeitig ab, damit wir den Sonnenaufgang bewundern konnten. Im Preis für die Jeeptour war auch gleich der Eintritt für den Nationalpark inklusive. Allerdings haben wir nirgendwo einen Kontrollpunkt gesehen, so dass man den Bromo zu unserer Zeit auf eigene Faust auch ohne Eintritt erkunden kann.

Vielleicht gilt der Eintrittspreis auch nur für die Jeep Touristen, diese sind hier auch definitiv in der Mehrheit. Am nächsten Tag machten wir uns nämlich noch mal alleine auf den Weg zum Bromo und keiner hat sich für unser Ticket interessiert. Es gibt auch ein Loch im Zaun für die ganz sparsamen. 

DSC00172

Aber erstmal zum Aussichtspunkt- es ging zum Gunung Penanjakan. Die Sicht war klar und wir stellten uns mit den anderen Touris in eine Reihe und bestaunten den Bromo inklusive aufgehender Sonne. Dabei wurde uns dann auch klar, dass es komplett falsch ist zu sagen, wir schauen uns den Bromo an. Denn eigentlich handelt es sich  um eine ganze Vulkankette, im Hintergrund ist noch der große Vulkan Semuru zu sehen. Außerdem war der Bromo ein anderer Vulkan, als wir ursprünglich dachten. Wenn man Bilder von ihm sieht, ist immer ein anderer im Vordergrund und bis heute war das unser Bromo. Aber da der Bromo aktiv ist und fleißig Rauch produziert, konnte es dann doch nur der eine sein. 

DSC09797 DSC09800 DSC09811 DSC09817 DSC09828

Am Aussichtspunkt war es ziemlich frisch, so wärmten wir uns mit heißem Tee und gegrillten Maiskolben zum Frühstück. Nach einer Weile ging es weiter zum Krater des Bromos. Wir wanderten im Entenmarsch nach oben, bzw. gingen die Treppen rauf und konnten einen Blick in den Krater hinein werfen und oben am Kraterrand entlang gehen. Ein falscher Schritt und die Reise wäre hier zu Ende. Es ging dann zum Glück alles gut.

DSC09921 DSC09950 DSC09957 DSC09960 DSC09964 DSC00061 DSC09978 DSC00021 DSC09966 DSC09998 DSC00003

Am Nachmittag haben wir uns dann noch ein Mofa ausgeliehen von einem der Dorfraudis und zogen unsere eigenen Kreise rund um den Bromo und das teilweise grüne, wunderschöne Tal.  

DSC00116 DSC00164 DSC00075 DSC00077 DSC00131 DSC00102 DSC00096 DSC00167

Nachmittags holten wir ein wenig Schlaf nach, spazierten dann noch im Dorf herum, aßen wieder Nasi Campur und planten unseren alleinigen Aufstieg für den nächsten Tag. Zu Fuß hoch war dann alles eine andere Nummer, wir sind zu einem anderen Aussichtspunkt geklettert und kamen beim Aufstieg in aller Herrgottsfrühe auch ordentlich ins Schwitzen. Oben hatten wir dann ein gemütliches Plätzchen ganz für uns alleine. Aus dem Smartphone kam das Lied: Wicked Wicked Wonderland! Oh wie absolut passend. Ohne wicked zu sein natürlich. Auch wenn der Sonnenaufgang am zweiten Tag nicht so schön war wie davor- wenn wir Sachen auf eigene Faust erkunden, ist es für uns immer das spannendere und schönere Erlebnis! 

DSC09868 DSC09849 DSC09858

Zum Glück war die Rückreise weniger mühselig als die Hinreise und wir fanden gleich einen Bus, der uns bis nach Probolingo fuhr. In Probolingo ging es schnell zum Bahnhof, denn wir mussten unseren Zug nach Yogyakarta bekommen, für den wir bei unserer Ankunft in Probolingo zuvor Tickets gekauft hatten. Im Zug buchten wir noch schnell über Agoda eine Unterkunft für die letzten 4 Tage in Indonesien und Yogya konnte kommen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: