Muang Khua – Einstieg in Laos

Muang Khua – Einstieg in Laos

Muang Khua – Einstieg in Laos

Um 6 Uhr morgens ging es in einem kleinen Bus zur laotischen Grenze. Der Bus war vollgepackt mit geheimnisvollen Paketen, Reissäcke, den ersten laotischen Gesichtern – und Frühlingszwiebeln.

Dien Bien Phu-30

Nach einer guten Stunde waren wir an der Grenze und holten uns den Ausreisestempel aus Vietnam ab. Wir sind tatsächlich die vollen 30 Tage in Vietnam geblieben.

DSC05233

 

Dien Bien Phu-31

Die Grenzstation war ganz schön runter und mehr als eine Handvoll Menschen pro Tag werden hier wohl nicht durchgeschleust. Geld konnte man noch umtauschen – zu einem gar nicht mal so schlechtem Kurs gleich bei den Grenzern. Es stehen noch ein paar uralte X-Ray Geräte rum, die sind aber nur noch zur Deko. Diese Station war mal hochmodern wurde aber dann 15 Jahre oder länger nicht mehr gepflegt und nun ist sie eben runter – nur wenige Leute wählen wohl den Weg nach Laos über diese Grenzstation.

Dien Bien Phu-32

Eine kurze Fahrt durchs Niemandsland und schon kamen wir an der Station in Laos an.

Für die Einreise nach Laos wurden wir dann erst mal zur Kasse gebeten. Zu den Visakosten von ca. 30US$ pro Person sammelte jeder folgende Beamte noch einmal 20.000 Kip (2€) ein. Zwei Mal war es eine Stempelgebühr inklusive des Wochenendzuschlages und dann eine Gebühr für eine Temperaturmessung, welche auf der Hand irgendwo zwischen Daumen und Zeigefinger gemessen wurde. Da wir noch keine laotische Kip hatten, zahlen wir in Dollar. Das allerdings zu einem schlechten Kurs, so dass es sich empfiehlt ein paar Kip bereits zu haben. Allerdings waren es ja nur ein geringer Verlust und für einen Mitteleuropäer natürlich leicht zu verschmerzen. 

DSC05236

Schwupps waren wir wieder ein Land weiter und freuten uns auf neue Erfahrungen.

Nach der laotischen Grenze erwarteten uns grüne Berglandschaften und unerwartet perfekte Straßenverhältnisse. So kamen wir auch sehr schnell voran und viel zu schnell waren wir in Muang Khua angekommen. Der Bus hielt gleich in der Stadt und nicht vor der „Stadt“, wie im Reiseführer beschrieben.

Muang Khua liegt am Nam Ou Fluss und ist ein kleines ruhiges Dörfchen, in dem, weder für Touris noch für die 4000 Einheimischen, besonders viel geht. 

Für uns war es die erste Ankunft in einer neuen Stadt, ohne dass uns jemand in sein Guesthouse locken wollte oder dass eine große Schar Tuktuk Fahrer auf uns wartete. Man könnte es auch eher so ausdrücken, dass sich keiner für uns interessierte (was angenehm war). Wir schauten uns zwei verschiedene Guesthouses an und jedes Mal waren es Kinder, die uns das Zimmer zeigten, von Erwachsenen war keine Spur. Also geschäftstüchtig sind die Laoten auf den ersten Blick nicht.

Wir entschieden uns für das Guesthouse direkt am Nam Ou River, die ziemlich extrem einfach war, aber für 5€ unserer günstigste Unterkunft bisher.

Das Zimmer war schon ganz schön runter, inklusive Schimmel, Spinnen uns sonstigem Zeug. Das Bad lassen wir mal lieber unbeschrieben. Die Betreiber scherten sich nicht wirklich um die Gäste, sondern ließen die Kinder fast alles erledigen. Dafür war eben die Lage sehr schön, gleich am Fluss und das Restaurant auf langen Holzstämmen gebaut.

DSC05238

So wirklich freundlich kamen die Laoten hier noch nicht rüber und dabei hatten wir doch so Gutes zuvor gehört. Aber Abwarten was noch kommt. Wir spazierten durch das Dörfchen und über eine Hängebrücke, liefen die wenigen Straßen entlang und schauten uns etwas um. Anschließend besorgten wir uns eine laotische Simkarte. Den richtigen Shop auszumachen dauerte etwas länger, aber es hat funktioniert und somit waren wir auch wieder online. Englisch war hier definitiv eine nicht gesprochene Sprache. Aber der „hard-working-shopkeeper“ hat schnell verstanden was wir brauchen und hat dann wild mit unserem Smartphone rumgefuchtelt, ab und zu telefoniert und alles eingerichtet.  

 

 

DSC05253 DSC05241

DSC05263

Generell waren aber auch hier wieder die Frauen die, die alles regelten inklusive Kochen, Holz besorgen und auch alles andere, was nicht die Kinder erledigten. Die Männer hingen meistens nur ab und betätigten sich ab und an als Bootsführer. Ein bekanntes Bild in Asien.

Abends gab es im ganzen Dörfchen keinen Strom mehr und so waren die Geschäfte und Restaurants mit Kerzen beleuchtet, was für uns natürlich recht schön aussah, aber für die Einheimischen wohl nicht so der Hit ist. Aber immerhin gibt es fließend Wasser,Strom für die UMTS Stationen und natürlich Natur pur!

DSC05255 DSC05281

 

 

 

 

Ein paar Informationen zu Muang Khua:

Google Maps

Wikitravel

Tripadvisor

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: