HongKong – 100% Luftfeuchtigkeit

HongKong – 100% Luftfeuchtigkeit

HongKong – 100% Luftfeuchtigkeit

Hongkong

Vier Tage Hongkong! Im Landeanflug können wir schon die grüne Inselwelt erblicken. Hier ist dichtester Wohnraum- Wolkenkratzer über Wolkenkratzer – und schönste Natur so nah bei einander wie sonst nirgendwo. Die Bergwälder um Hongkong herum stehen unter Naturschutz und so ist die Natur größtenteils unbelassen und wunderschön.

Innerhalb kürzester Zeit soll man von der überfüllten Metropole mit Metro und Bus an tolle Strände gelangen. Hört sich alles vielversprechend an dachten wir uns.

Es erwartete uns gleich wieder eine neue Couchsurfing Erfahrung. Diesmal bei Violet, 37-jährige Buchautorin, die in Hongkong aufgewachsen ist und nach der Schule in die USA gezogen ist. Auch sie hatte schon zuvor angekündigt, dass sie uns ihr Bett überlässt und sie gerne auf der Couch schläft. So haben wir hier sogar unser eigenes kleines Zimmer.

Mit dem Bus ging es dann vom Flughafen schnell zu Violets Wohnung, die sich in Kowloon befindet. Eigentlich war dies gar nicht ihre Wohnung, sondern die einer Bekannten und sie wohnte nur zur Untermiete für ein paar Wochen dort. Da diese Wohnung aber groß genug ist – immerhin mit einem separaten Schlafzimmer- nutzte Violet die Gelegenheit um uns zu hosten (in ihrer eigenen Wohnung ist wohl noch weniger Platz….). Violet war extrem lässig und auf ihre eigene Art sehr humorvoll und wir fühlten uns gleich wohl bei ihr. Sie hat so eine „leck mich am Arsch Einstellung“ ohne damit unfreundlich oder überheblich zu wirken.

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Hongkong, der „duftende Hafen“ heißt übrigens so, weil früher die Ehefrauen der Fischermänner überall Räucherstäbchen anzündeten und für ihre gesunde Heimkehr beteten. So erzählte es jedenfalls unsere Chinesisch Lehrerin in unserem Chinesisch Kurs in Düsseldorf.

Mit über 7 Millionen Bewohnern auf 1204 Quadratkilometern gehört Hongkong zu den dicht besiedeltesten Gebieten der Welt. Wohnraum ist knapp und gehört zu den teuersten der Welt. Hier gibt es keine Ein-Kind Politik und es zieht viele reiche Chinesen vom Festland hierher um ein weiteres Kind in die Welt zu setzten. Die Lebenserwartung ist hier übrigens eine der höchsten der Welt, was wohl auf die gesunde Ernährung ( ja viel Seafood), viel Bewegung und ein bezahlbares Gesundheitssystem zurückzuführen ist. Und das trotz stickiger Luft, der Enge und dem Stress der Metropole!

Es war unglaublich heiss. Auch wenn wir schon einiges an Hitze, zuletzt durch Taiwan, und die Philippinen, gewöhnt waren – Hongkong hatte noch mal andere Dimensionen.

Zum Glück konnten wir immer in diverse klimatisierte Malls und Metrostationen flüchten. Anderes war es fast nicht zum Aushalten.

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Da Bennys Olympuskamera auf den Philippinen zuletzt ihren Geist aufgegeben hatte, musste Ersatz her. Hongkong ist für die Technikausrüstung ein wahres Paradies und so war auch schnell das gewünschte Sonymodell gefunden – und das auch noch 300 Euro günstiger als in Deutschland. Also alle schnell nach Hongkong fliegen und mit Technikkram eindecken.

Abends schauten wir uns an der Promenade die „Symphony of Lights“ an, die weltgrößte Licht- und Musikshow. Über 40 Wolkenkratzer werden hier jeden Abend mit Laser und mit farbigen Lichtern und Leuchtreklame in Szene gesetzt. Schöner als die Lasershow in Singapur war es allemal. Die Skyline von Hongkong ist für uns mit Abstand am beeindruckendsten gewesen, Singapur und vor allem Shanghai können da nicht mithalten.

Vom Victoria Peak genossen wir am nächsten Tag einen fantastischen Ausblick auf die Stadt. Eigentlich wollten wir mit der Peak-Tram-Bahn hoch fahren, aber als wir die Schlange sahen, überlegten wir es uns anders und fuhren mit dem Taxi. Schließlich wollten wir noch gerne im Hellen oben sein und dann beobachten wie es langsam dunkler wird. Hier wurden wir dann auch zum ersten Mal von einem Taxifahrer beschissen, er hatte das Taximeter nicht angemacht und uns gegen Ende einfach den Preis von umgerechnet 15 Euro gezeigt. Für die 10 minütige Fahrt viel zu teuer. Na ja sagen wir mal, wir waren nicht in der Stimmung mit ihm darüber zu diskutieren und so zahlten wir. In den ärmsten Ländern ist uns so was nie passiert und dann jetzt hier. Wieder ein Grund mehr sich endgültig von seinen Vorurteilen zu lösen.

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Tagsüber fuhren wir viel mit den Ding Dings durch die Stadt, das sind alte Doppeldecker-Straßenbahnen, die noch immer in Betrieb sind –jetzt wohl eher als Touristenattraktion. Für 22 Cent pro Strecke eindeutig auch das günstigste Transportmittel. Wir genossen den Fahrtwind durch die offenen Fenster und fuhren auf den verschiedenen Linien durch die Stadt. Der Blick auf die Wolkenkratzer war beeindruckend und uns ist aufgefallen, dass hier überraschend wenig Verkehr herrscht. Durch das perfekt ausgebaute öffentliche Verkehrssystmn fährt hier wohl kaum einer mit dem Auto. Außerdem gäbe es auch kaum Platz dieses irgendwo unterzustellen.

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Im Stadtteil Central haben uns die Mid-Level Escalators sehr gut gefallen, die längste überdachte außenstehende Rolltreppe der Welt. Über 800 Meter und 135 Höhenmeter führt diese vom Finanz- und Geschäftsviertel Hongkongs zu den Mid-Levels, ein Wohngebiet in dem viele Expats leben. So wurde hier wieder ein weiterer erfolgreicher Beitrag geleistet, das Verkehrsaufkommen zu vermindern. Morgens fährt er übrigens nach unten und nach 10 Uhr morgens bis spät Abend nach oben. Geniale Sache! Hier sahen wir seid langem auch mal wieder viele Westler- wobei viele wohl übertrieben ist.

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Nach zwei Tagen in der Stadt zog es uns nun in die Natur. Mit der Fähre fuhren wir vorbei an der Skyline in einer halben Stunde nach Lamma Island, eine ruhige und naturbelassene Insel. Dort angekommen ließen wir uns in einem Restaurant am Strand nieder und gönnten uns erstmal ein Mittagessen zu europäischen Preisen. Nachdem das Meer uns zwei Verwöhnte nicht so sehr zum Schwimmen einlud, entschieden wir uns trotz der Hitze für den Familytrail zu besteigen und in ca. eineinhalb Stunden die Insel halb zu umrunden. Es gab schöne Aussichtspunkte auf dem Weg und zusätzlich zweigten noch einzelne Wege zu kleinen Buchten und Aussichspunkten ab. Die ignorierten wir aber alle, der Weg alleine hat uns gereicht. Angekommen in einem kleinen Dörfchen, nahmen wir von dort die Fähre wieder zurück nach Hongkong-Island.

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Am nächsten Tag führen wir mit dem Bus in den Süden von Hongkong. Unser eigentliches Ziel Big-Wave Beach wurde vom Bus leider nicht angefahren, und so verweilten wir an einem gut besuchten- für unsere Verhältnisse eindeutig überfüllten Strand- mit dem Namen Island Bay. Ein beliebtes Spiel hier war es mit einer ausgehöhlten Wassermelone auf dem Kopf und einem Stock in der Hand jemanden der anderen Teilnehmer zu treffen. Nach kurzer Zeit entschieden wir uns wieder zurück zufahren und so ging es mit dem Bus wieder zurück in das Gewusel Hongkongs. Wir zogen noch etwas durch ein paar Edel Malls in denen wir uns möglicherweise ein Wasser leisten konnten und checkten wieder bei unserem Host ein.

Um Mitternacht schauten wir uns dann noch zu dritt das etwas langweilige WM Spiel Deutschland – Frankreich an, Violet war eine tapfere Zuschauerin – als Amerikanerin ist man da ja nicht ganz so fussballbegeistert. In Hongkong haben wir auch zum ersten Mal was von der WM mitbekommen, einige Läden waren mit Flaggen dekoriert und vor einer Mall waren verschiedene Fussballer in Übergröße dargestellt.

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Am nächsten Morgen ging es dann weiter nach Kambodscha mit dem Flieger. Ein paar Stunden später wurde Hongkong von einem nicht unerheblichem Sturm getroffen. Glück muss man haben…

 

 

 

 

 

 

 

 

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