Manila – Der Moloch

Manila – Der Moloch

Manila – Der Moloch

Manila

Für die Philippinen brauchten Deutsche für einen Aufenthalt von bis zu 28 Tagen kein Visum. Nur unser Weiterflugticket mussten wir vorzeigen, denn ohne das hätten wir unseren Flug überhaupt nicht antreten können.

Der Flug verlief problemlos wie immer und so landeten wir schon bald in Manila.

Die Dame bei der Einreise war sehr freundlich und fragte uns was  „Danke“ auf Deutsch heisst, aber eigentlich wusste sie es schon, denn sie schleuderte dann sogleich ein „Danke“ hinterher, welches wir nur noch minimal in der Aussprache verbesserten. Wir fragten sie natürlich gleich, wie „Danke“ auf Philippinisch heißt: „Salamat!“. Einfach. Aber zu unserer Schande müssen wir gestehen, dass wir es so gut wie nie benutzt haben. Jeder hier konnte sehr gut Englisch und so hatte man schnell fast vergessen, dass es ja noch die philippinische Sprache gibt.

In Manila angekommen, wurden wir erst mal von einem kräftigen Regenschauer begrüßt. Kein Wunder – unsere Reisezeit fiel schließlich auch in den Beginn der Regenzeit.  Wir hofften natürlich trotzdem auf schönes Wetter am Strand. Nach 20 Minuten war der Regen zum Glück schon vorbei, die Sonne kam wieder raus und es schien als ob nichts gewesen war.

Wir fuhren mit einem  Taximeter- Taxi zum Hotel. Der Verkehr war Terror, wir kamen kaum vom Fleck. Als der Taxifahrer dann noch für uns komische Umwege fuhr, dachten wir schon, er möchte den Taxipreis etwas in die Höhe treiben. Wir taten ihm aber Unrecht, denn wie wir später feststellten, kann man in Manila oft einfach nicht links abbiegen und muss dann erst mal mehrere Kilometer nach rechts fahren und dann wenden.

Unglaublich wieder auf Englisch kommunizieren zu können – wir merkten, dass es doch eine ganz schöne Erleichterung war. In China und Japan hat zwar auch alles gut geklappt und wir sind immer zurecht gekommen, aber es ist schön sich auch mit den Einheimischen unterhalten zu können und zu wissen, dass die Verständigung klappen wird. Es ist nach wie vor unglaublich wie gut die Fillipinos Englisch sprechen.

Beliebtes Fortbewegungsmittel sind hier die Tricycles, umgebaute Motorräder in denen man anders als in Thailand oder Indien wo man hinter dem Fahrer sitzt, die Sitzbank neben dem Motorrad angebaut ist in einem Beiwagen. Auch gibt es hier viele Jeppeneys, die für den Transport von mehreren Leuten geeignet sind. Diese fahren feste Orte an, ähnlich wie ein Bus also. Da die Fortbewegung hier eh ziemlich günstig ist, sind wir meist mit Tricycle oder Taxi gefahren.

Unser Hotel war ganz nett, wir hatten einen Pool auf dem Dach mit einem schönen Blick auf Manila. Gleich nebenan gab es eine kleine Mall. Um uns die Essensuche in einem noch unbekannten Land zu erleichtern, suchten wir KFC auf (hier leider viel zu kleine Portionen und nicht lecker).

Hier auf den Philippinen gibt es zahlreiche einheimische und internationale Fastfoodketten, besonders beliebt als Gericht ist Grilled Chicken mit Reis.

Später lernten wir dann auch noch die Zubereitungsart „Adobo“ kennen mit Hühnchen, Schwein, Rind, Shrimps, Tintenfisch oder Fisch, bei dem das Fleisch mit  Essig. Soyasoße, Öl, Knoblauch und Pfeffer zubereitet wird. Unglaublich lecker.

Im Supermarkt deckten wir uns mit Nivea-Sonnencreme und Mosquitospray ein und auch hier war es wieder schön die Beschriftung der Produkte auf Englisch lesen zu können. Auch findet man überall Zeitschriften in Englisch. Unglaublich wie das mit dem Fremdsprache sprechen doch funktionieren kann und was für einen unterschiedlichen Wert die Länder in der Schulbildung darauf legen.

Auf der Suche nach einer Simcard wurden wir auch in der Mall fündig. Die Verkäuferin hatte zwar keine Ahnung, was sie da für Guthabenkarten verkaufte, war aber so freundlich und lächelte so nett, dass man es ihr einfach nicht übel nehmen konnte. Ein Mann, der gerade nebenan sein Smartphone „reparieren“ lies, bekam das ganze mit und schaute sogleich im Internet nach den verschiedenen Tarifen des Anbieters nach und erklärte uns,  welche Angebote es gab und wie wir das Guthaben aktivieren konnten. Wir bekamen auch noch Hilfe von einer Verkäuferin aus einem ganz anderen Laden – und irgendwann waren wir online. Der Anbieter heißt Globe und hat uns unbegrenzten Internetzugang geboten in 3G. Es gibt auch noch Smart was auch nicht schlechter sein soll. Reisepass braucht man zum Erwerb der Simkarten nicht. Ein paar weitere Informationen zum Thema Internet & Telefon findet man bei SMSmich.de und hier.

Nach der ganzen Schwitzerei (natürlich hatte die kleine Mall keine Klima), kühlten wir uns auf dem Hoteldach im Pool ab und genossen das schnelle Internet. In China war es einfach unglaublich langsam, was wohl damit zusammen hängt, dass alles gefiltert wird.

Besonders die ausländischen Seiten in China sind langsam und Facebook ging nur mit VPN.

In Manila hielten wir uns auch nicht länger aufhalten, hier war es laut, dreckig und teils ziemlich arm und traurig. Wir sahen auf dem Weg zur Mall zahlreiche klebstoffschnüffelnde Straßenkinder, die mitten am Tag auf der Straße schliefen.

Jeder Taxifahrer erzählte uns nur irgendwelche Stories, dass irgendjemand bei einer Taxifahrt überfallen wurde wenn nicht gar ermordet und dann weggeschmissen.

Aufgefallen ist uns die Präsens von Waffen die von Sicherheitsleuten oder Polizisten geführt wurden. Im Supermarkt hatten die Wachleute richtig dicke Ballermänner und die Polizei auf der Straße lief mit MGs und verchromten Pumpguns rum. Da kann man sich ja ausmahlen was die bösen Jungs so mit sich rumtragen, oder lieber nicht.

Zum Glück ging es am nächsten Tag direkt weiter: auf die Insel Palawan – the last frontier of the Philippines.

Nachtrag:

Es gibt 3 verschiedene Taximöglichkeiten am Flughafen

1)   Coupon Taxis (Prepaid Taxi)

Es gibt Fixpreise je nach Strecke. Man zahlt zu Beginn der Fahrt an einem Schalter. Eigentlich eine gute Sache, wenn nicht die Preise hier nicht mindestens doppelt so hoch wären.

2)   Yellow Metered Taxiw

Die gelben Taxis haben ein Taximeter und im Gegensatz zu den weißen Taxis schalten Sie dieses auch an. Sie sind registriert (was das auch immer bringen soll), beim Einsteigen wird dem Fahrer und Fahrgast jeweils eine Quittung mit  Fahrziel ausgestellt. Am Ende der Fahrt gibt man seine Quittung dem Fahrer, der diese als Beweis benötigt, dass er uns richtig abgeliefert hat.

Wir haben und beide Male für diese Variante entschieden, sie sind zwar auch teurer als die weißen, aber sicherer.

3)   White Taxis

Die weißen Taxis sind nicht registriert und , obwohl sie ein Taximeter besitzen, muss man den Fahrpreis zuvor verhandeln. Wenn man sich in der Stadt ein Taxi nehmen möchte, sind sie die einzige Möglichkeit, da es die anderen Taxis nur am Airport gibt.

Wir haben beide Male im Shogun Hotel übernachtet, welches in Airport Nähe liegt.

Der Verkehr-zumindest in der Pasay Airport Area – ist verrückt, es gibt kaum direkte Abbiegemöglichkeiten und man muss immer lange Wege in Kauf nehmen, um zum Ziel zu kommen. Zuerst in Manila angekommen, dachten wir schon unser Taxifahrer verarscht und fährt extra Umwege. Später ist uns dann aber klar geworden, dass es nichts anders ging.

Philippinen-1

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