Hualien – China für Anfänger

Hualien – China für Anfänger

Hualien – China für Anfänger

Hualien

Wir kamen in Taiwan um 2 Uhr in der Nacht an und beschlossen am Flughafen zu übernachten und dann gleich am Morgen einen Zug an die Westküste nach Hualian zu nehmen. Für die Einreise brauchten wir kein Visum und bekamen nur einen Stempel in den Pass mit unserem Einreisedatum. Also alles war wieder unkompliziert und wir wurden freundlich bei der Immigration begrüßt und innerhalb kürzester Zeit abgefertigt. Nach einer Weile hatten wir dann auch ein Platz zum Schlafen gefunden, bis plötzlich um 6 Uhr am Morgen 1000 Chinesen die Abfertigungshalle stürmten und es vorbei war mit schlafen. Da hatten wir gleich wieder das Gefühl in China zu sein.

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Wir flüchteten in einen altbekannten 7eleven, kauften uns einen Kaffee und liefen rüber zum Bus, der uns nach Taipeh zum Bahnhof brachte. Der Kauf der Bahntickets nach Hualien für eine halbe Stunde später verlief problemlos und freundlich. Die Zugfahrt war ziemlich bequem und schnell. Taiwan besitzt ein ziemlich gutes Bahnsystem und so ist das herumreisen für uns einfach – obwohl Taiwan wieder nicht ein typisches Backpacker-Land ist. Auch wenn die Leute hier wenig, bis kein Englisch sprechen konnten, kümmerten diese sich aber sehr lieb und süß um einen. Uns wurde immer nett und schnell geholfen, ohne dass wir lange warten mussten. Taiwan und China sind doch gleich zu Beginn sehr unterschiedlich.

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Auf dem Weg nach Hualien fuhren wir fast die ganze Zeit am Meer vorbei und hatten auf der einen Seite einen tollen Ausblick auf das türkise Wasser. Auf der anderen Seite gab es Berge und Felder, die sattgrün leuchteten und blauen Himmel von oben. Taiwan kommt echt anders rüber, als man es sich vorgestellt hat. Wir freuten uns sehr, schon wieder positiv überrascht zu werden.

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In Hualien angekommen, mussten wir nur noch zu unserem Homestay kommen, das allerdings etwas außerhalb gelegen war. Mit dem Bus eine durchaus anspruchsvolle Angelegenheit und so entschlossen wir uns für die leichtere und angenehmere Methode: mit dem Roller. Zwar mussten wir dann wegen des Gepäcks zwei Mal fahren, aber so waren wir dann auch sofort mobil.

Roller gibt es in Taiwan, wie auch sonst überall in Asien, als Ausländer gegen ein paar Münzen und eine Kopie vom Führerschein.

Nach ein paar Schwierigkeiten mit google maps und der Straße, die wir suchten, fanden wir durch die Hilfe eines Einheimischen (der wirklich kein Wort Englisch sprach) unsere Unterkunft und konnten einchecken. Unsere Gastgeber waren ein junges Paar aus Taiwan, welches sehr süß und liebenswürdig zu uns war. Am Ende haben die beiden uns noch Landkarten bei 7eleven gekauft nur um uns die Umgebung zu erklären! Wir genossen die Tage bei ihnen wirklich sehr.

Hualien ist relativ busy, aber nicht übertrieben. Als Europäer kommt man im Straßenverkehr gut klar und muss nicht unbedingt an seinen eigenen Straßentot denken. Die Stadt ist im Zentrum in Raster aufgeteilt und so kommt man auch ganz gut mit der Orientierung klar. Nach einer leckeren Nudelsuppe, dünnen Tofuscheiben, Gemüse und unserem ersten nicht weiß, sondern dunkel gekochten Ei (in Gewürzen gekocht, schmeckt tatsächlich lecker), zogen wir weiter in Richtung Meer um uns dort etwas abzukühlen.  Da es 35 Grad warm war und es kaum Schatten gab, war der Fahrtwind vom Rollerfahren wunderbar.

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Das Wetter zeigte sich von seiner schönsten Seite und so fuhren wir langsam ein paar Kilometer am Meer entlang. Außer einem alten Opa trafen wir hier niemanden. Taiwan beeindruckte uns immer noch mit einer ganz anderen Landschaft als erwartet. Eine Mischung aus Hawaii (wie man es sich vorstellt) und den Philippinen.

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Am Abend suchten wir noch einen Supermarkt auf und nahmen uns vor seit langem noch Mal selbst zu kochen und unser Lunch für de nächsten Tag vorzubereiten. Unser Homestay hatte schließlich eine Küche, die wir auch mitbenutzen durften. Wir mussten dann aber feststellen, dass es dort weder Pfanne noch Gas zum Kochen gab. So wanderte das Hähnchen in die Mikrowelle und wurde dort gegart und teilte sich das Schicksal mit den Eiern, die dort ebenfalls zubereitet wurden. Mit der Chilisoße und Käse konnten wir uns dann aber richtig leckere Baguettes belegen, unser Lunchpaket für den nächsten Tag in der Taroko Schlucht. Ein unendlich langer Tag (durch die Nacht am Flughafen) ging zu Ende.

Am Folgetag tankten wir den Roller voll und fuhren in den Taroko National Park. Mehr oder weniger schraubte man sich langsam den Berg hoch auf in Stein gehauene Straßen. Ab und zu hielt man an und bewunderte die schroffe Landschaft und die Flusstäler, welche sich in langer Arbeit in den Berg gefressen haben. Dazu versuchte man dann noch den wirren Chinesen auszuweichen und kaufte sich auf der höchsten Stelle der Tour ein Eis in Mangogeschmack und in Blumenform.

Auf dem Rückweg von der Taroko-Schlucht schauten wir uns dann noch eine nette Küstenstraße an, die in den Fels gehauen wurde und eine tolle Aussicht auf das Meer zuließ. Der Weg dorthin führte über kleine Wege durch grüne Felder und mitten durch diverse Friedhöfe, die meist sehr schön gelegen waren und etwas sehr friedliches hatten. Auch die Airforce Base von Hualien flankierten wir und wurden nicht selten Zeuge von Manövern der Flieger.

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Abends suchten wir den Nightmarket von Hualien auf. Die Taiwanesen lieben Fruchtsäfte, Shakes und Bubbles-Tea. Hier bekommt man den Plastikbecher nicht mit aufgesetztem Deckel, sondern dieser wird gleich zugeschweisst. Idiotensicher. Das meiste Essen war sehr appetitlich- und so futterten wir uns durch von Stand zu Stand, meist suchten wir uns die Stände aus mit einer langen Schlange – da musste es schließlich gut sein. Auf der Rückfahrt kam plötzlich ein kräftiger Regenschauer runter. Zum Glück hatte Rebecca von unserem Homestay sich bei unserer Ankunft gleich erkundigt ob wir denn Regenjacken dabei hätten und uns daraufhin zwei Regenponchos geschenkt. Eine der schlimmsten Sachen für einen Taiwanesen im Leben ist es nass zu werden. Und so fährt jeder hier mit so einem Regenponcho durch die Gegend inkl. uns!

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