Pingyao – Touristenhochburg

Pingyao – Touristenhochburg

Pingyao – Touristenhochburg

Am Bahnhof von Taiyuan wurden am Morgen erfolgreich 2 x 2 Tickets gebucht. Einmal am selben Tag nach Pingyao und dann zwei Tage später nach Xi´an.

Nachdem wir uns mit der Nudelsuppe einer chinesischen Fastfood-Kette gestärkt hatten, verbrachten wir die restliche Zeit in der riesigen Wartehalle. Hier stellten wir wieder für zahlreiche Chinesen die Attraktion dar, Fotos wurden gemacht – zunächst total „unauffällig“ – , dann traute sich eine Gruppe zu fragen, erst Benny mit Mann, dann Annika mit den Frauen. Taiyuan ist wohl wirklich nicht so der Anlaufpunkt für Ausländer.

Auch wurden wir hier wieder mal Zeuge einer typischen chinesischen interessanten Eigenart. Ein Frau hatte ihrer Freundin ein Eis mitgebracht und das Geld dafür vorgetreckt. Die wartende Frau wollte nun ihr Eis bezahlen und versuchte der Besorgerin das Geld in die Hand zu drücken. Diese nahm das Geld aber nicht an, sondern gab es der anderen wieder zurück. Das ging dann immer so hin und her, bis sie sich das Geld zu warfen und sich schon fast anschrien. Von Lachen keine Spur, es schien eine ernste Situation zu sein bei der keine von beiden verlieren möchte. Irgendwann hat die Frau, die das Eis mitgebracht hatte, das Geld dann angenommen und eingesteckt. Ähnliche Situationen haben wir schon oft auf der Straße beobachtet. Einmal ist eine Frau einem Mann sogar hinterher gerannt und hat ihm das Geld nach geschmissen. Anscheinend kann man nur nachdem man so eine Show gemacht hat, das Geld dann mit gutem Gewissen ohne seine Ehre zu verlieren einstecken.

Dies mal waren die Sitze im Zug nicht ganz so bequem, wir saßen an einem Vierertisch auf Minisitzen. Für die nächsten 2 Stunden war es aber gar kein Problem. Dazu wurde uns noch viel Aufmerksamkeit von allen anderen Chinesen geschenkt, da wir mal wieder die einzigen Langnasen im Zug waren.

Pingyao ist eine schöne, traditionelle Stadt – jedenfalls der Teil, der von der alten Stadtmauer umgeben ist. In diesem Teil lag auch unser Hotel, eine wirklich schöne traditionelle Unterkunft mit Kang-Bett, Samtdecken und einem Tisch im Bett. Der Innenhof war wunderschön gepflegt mit Blumen und Lampions. Wie wir später feststellten, kümmerte sich eine ganze Kolonie fleißiger Putzfrauen darum, dass alles so glänzte. Sie hatten dabei viel zu bequatschen, so viel das sich sogar eine Chinesin beschwerte, dass sie zu laut sind und nicht schlafen kann (um 17 Uhr nachmittags übrigens).

Im Bereich der Stadtmauer sind nur Elektrobikes und nur selten mal ein Auto (von der Partei) erlaubt. Viele Hotels fahren ihre Gäste mit Elektrowagen durch die Gassen. Da die Entfernungen für uns aber nicht groß sind, kann man auch sehr gut laufen.
Das war schon mal entspannt, weil man sonst in China eigentlich überall ständig angehupt wird.

Beim Essen konnten wir unseren Augen nicht trauen, es gab hier tatsächlich reine Gemüsegerichte und sogar vegetarische Gerichte. Dazu war das Essen auch noch richtig lecker! Langsam aber sicher klappte es besser mit dem chinesischen Essen ohne Fleisch.

Im Wesentlichen besteht die Stadt aus vielen kleinen Gassen und zwei Straßen die sich von Norden nach Süden und von Osten nach Westen ziehen. Auf diesen Straßen reiht sich ein Geschäft an das andere. Hotels und Lokale so weit das Auge reicht. Auch Andenken können erworben werden sowie diverse Tempel bestaunt werden. Am Wochenende sollen sich hier die Menschenmassen durch die Gassen schieben und alles total überlaufen sein, da Pingyao sehr beliebt bei den Chinesen ist. In unserer Zeit war aber alles verschlafen und ganz gemütlich. Wir konnten locker durch die Straßen schlendern und alles ganz ohne Stress begutachten, in leeren Lokalen essen und uns die Bars aussuchen, die wir besuchen wollten.

In Pingyao ist es gelungen, das meiste der Altstädte intakt zu halten: Gassen voller roter Laternen und historischer Bauwerke. Uns gefiel es hier, wir waren angekommen im China aus dem Bilderbuch. Ein ganzer Tag reicht aber aus wenn man nicht jeden kleinen Tempel sehen möchte und so zog es uns auch bald weiter.

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