Great Wall – Jinschanling

Great Wall – Jinschanling

Great Wall – Jinschanling

Mit Sack und Pack ging es zum Pekinger Busbahnhof. Da es keine direkte Verbindung nach Jinschanling gibt, war es unser Ziel einen Bus nach Chengde zu nehmen und dem Busfahrer zu vermitteln, dass wir bitte auf Höhe von Jinschanling rausgelassen werden. Das klappte auch sehr gut. Die letzten Kilometer nach Jinschanling legten wir dann mit einem Taxi zurück. Eine einfache Unterkunft war schnell gefunden, quasi mit direktem Blick auf die Mauer. Die Besitzerin war auch sehr süß und brachte uns gleich eine typische chinesische Teekanne hoch, die sie wenig später noch mal austauschte, da sie meinte das Wasser sei nicht heiß genug gewesen. Verständigung wieder nur mit ein paar Wörtern Englisch, die sich so gut wie nur auf die Zahlen beschränken, und Händen und Füßen. Nach mehreren Tassen Grünem Tee ging es dann auch schon in Richtung Mauer. Mit dem einmal gekauften Ticket für 65 Yuan (ca.7 €) hatten wir mehrmaligen Zutritt.

Der Mauerabschnitt bei Jinschanling ist wirklich wunderschön, die Landschaft ist atemberaubend und abgelegen. Auf der Mauer begegneten wir nur wenigen Menschen – und wenn dann waren es meist Einheimische, die ihre Verkaufsstände in einigen Wachtürmen aufgebaut hatten. Es gabt eine Seilbahn nach oben für ein paar Yuan, die wir uns sparten und zu Fuß nach oben wanderten.

Die einzelnen Mauerabschnitte sind unterschiedlich gut erhalten, der Weg ist recht steil und die Mauer teilweise in sich zusammen gestürzt, aber keine unmittelbare Gefahr. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite mit Sonne pur und so konnten wir die Mauer und das Umland von seiner besten Seite bewundern.

Nachts regnete und gewitterte es unheimlich stark und wir sahen schon unsere für den Morgen geplante Wanderung ins Wasser fallen. Praktischerweise hatten wir beheizbare Matratzen und so war es ziemlich gemütlich im Bett. Zum Glück hatte es am nächsten Morgen aufgehört und der 7km langen Wanderung nach Simatai stand nichts mehr im Wege. Das Aufstehen in aller Früh (ja 5 Uhr) hat sich gelohnt, da die Wolken noch im Gebirge und an der Mauer hingen und ein tolles Bild abgaben. Nach ungefähr 3 Stunden ging es dann für uns leider nicht weiter. Das der Abschnitt bei Simatai renoviert wurde, hatten wir im LP gelesen, und auch das dieser bei Bucherscheinung wieder offen sein sollte. Ein ausgeblichenes Schild (hängt da seit 2010) belehrte uns dann eines besseren und so hieß es umkehren und die ganze Strecke zurück. Drecks LP!

Die Chinesische Mauer ist wirklich sehr, sehr beeindruckend! Wir möchten die Leistungen der Neuzeit nicht schmälern, aber das was hier abgeliefert wurde, ist unbeschreiblich. Natürlich ist es nicht frei von Größenwahn aber dafür wunderschön. Wenn man über die Mauer geht spürt man förmlich was für eine Leistung in dieser steckt. Jeder der in China ist, sollte sich, wenn es ihm körperlich möglich ist, Zeit nehmen und 2-3 Tage auf dieser verbringen – mit Wandern und einfach die Idee dieses Bauwerkes auf sich wirken lassen.

Um weiter in den Süden zu reisen, nahmen wir den Bus zurück nach Peking. Diesmal war es nur ein Linienbus, ziemlich eng und muffig. Im Pekinger Bahnhof stellten wir uns in einer ca. 40 °C heißen und proppenvollen Wartehalle zunächst bei Schalter 16 an, da es hier laut Infotafel schließlich den English-speaking Service gab. Die nette Dame schickte uns dann ohne ein Wort Englisch sprechen zu können zu Schalter 1. Wir hatten schon fast damit gerechnet, aber es gab keine Tickets mehr am selben Tag zu unserem nächsten Ziel – nach Pingyao. Deshalb hatten wir uns noch eine Alternativroute über Taiyuan überlegt, von wo aus es mit der Bahn nur 2 Stunden nach Pingyao sind. Die Tickets für Taiyuan gingen klar und so landeten wir dort – nicht aber ohne zuvor ein Hotel aus dem Zug per Internet zu buchen. Den Taxi-Fahrer, der leider mit einer Karte von seiner eigenen Stadt nichts anfangen konnte, schickte Benjamin mit Handzeichen durch die Stadt zu unserem Hotel. Die letzten Meter mussten wir dann zu Fuß gehen, da eine Baustelle vor dem Hotel war. Das Ausmaß der Baustelle konnten wir jedoch erst am folgendem Tag sehen. Das Hotel war für die Kohle gut und das Personal – auch wenn es wieder kein Wort Englisch konnte – sehr nett und so klappte der Checkin zu später Stunde auch problemlos.

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