Beijing

Beijing

Beijing

Der Abschied von Shanghai fiel uns – wie sich alle denken können – nicht schwer. Wir sind mit dem Transrapid zum Airport gefahren und das ist wirklich beeindruckend gewesen. Man fliegt nur so dahin und in den Kurven merkt man die leichte Schräglage – ist auch kein Wunder bei einer maximalen Geschwindigkeit von 430 km/h. Dann hätte China Eastern Airways uns fast nicht mitfliegen lassen, da ein Spiegel in Annikas Kosmetiktasche für Batterien?? gehalten wurden. Benny konnte aber alle Unstimmigkeiten beseitigen und so ging es für uns in nur 90 Minuten Flugzeit nach Peking.

Mit dem Airport-Express und der U-Bahn ging es zu unserem Hostel. Hier kostet jede Fahrt pauschal 2 Yuan (25 Cent) und mit dem Bus 1 Yuan, egal wie weit man fährt.

Die Pekinger haben sich uns gegenüber hilfsbereit gezeigt. Bei der ersten Fahrt wurde uns gleich beim Ticketkauf von einem Chinesen Hilfe angeboten, der in den USA studiert und auf Heimaturlaub war. Mehrmals ist uns von Einheimischen der Sitzplatz angeboten worden, als wir vollbepack mit Rucksack im Gedränge der U-Nahn standen. Naja um ganz genau zu sein: Annika wurde ein Platz zum Sitzen angeboten und Benjamin wurde nur schräg von der Seite angeschaut 😉
Auch waren die meisten Menschen insgesamt sehr freundlich, man wurde mit „Nihao“ zurück gegrüßt und auf ein „ChieChie“ folgte hier immer gleich ein „Bu kequi“, ein „Nichts-zu-danken“.
Hier ist übrigens nichts mehr von den „9 Million Bicycles in Beijing“ zu sehen (Katie Melua, 2005), sondern auch hier sind es jetzt eher „9 Million Electro-bikes“.

Unser Hostel lag mitten in den Hutongs, dem traditionellen Wohnviertel Pekings aus Wohnhöfen mit engen Gassen. Hier ging es total gemütlich und familiär zu und wir haben gleich die gemeinschaftliche Atmosphäre spüren können. Ursprünglich war das Hutong-Viertel um einiges größer, aber – wie so vieles in China- musste ein Großteil weichen, um den Betonbauten Platz zu machen.

Generell war unser Hostel zwar toll gelegen aber unter aller Sau geführt. Die Angestellten waren planlos und das Internet war total daneben, sauber war es auch nicht gerade. Vorteil war dass man selber Trinken und Essen in der Lobby mitbringen durfte.

Besonders viel los war im Nanluoguoxiang Hutong, einer größeren, mit Lampions beleuchteten Gasse, in der es viele Cafes, Bars, Snacks und schöne Läden gibt. Wir ließen uns hier die Süßkartoffeln-Pommes schmecken, schlürften den leckeren Joghurt aus Tonkrügen, den es hier überall zu kaufen gab, und probierten einige der Cafes und Restaurants aus, die allesamt zu teuer und bestenfalls mittelmäßig-schlecht waren.

In den Hutongs liegt ein Glockenturm, den wir bestiegen und von dem wir einen guten Blick auf das Gewirr der Hutongs und den Trommelturm werfen konnten. Insgesamt ist die Umgebung flach bebaut und es sind nur wenige Gebäude mit mehr als 2 Stockwerke zu sehen. In der Ferne zeichnen sich aber die Hochhäuser ab, in den die Massen leben müssen.

Im Zarah Cafe haben wir ein gutes deutsches Frühstück genossen mit Brötchen, Aufschnitt und Nutella. Vor allem sind wir hier hin, weil es hier schnelles Internet gab und das Internet im Hostel leider nichts konnte. Wir verweilten 3 Stunden dort und zahlten unglaubliche 30€ für das Essen und 4 Milchkaffees. Für Chinesische Verhältnisse brutal teuer!

Der „Platz des himmlischen Friedens“, der Tiananmen-Platz, ist der größte öffentliche Platz der Welt so sagt man. Wenn man das weiß, stellt man sich natürlich sonst was vor und wundert sich dann doch wieder, dass dieser gar nicht so groß ist. Im LP steht etwas von „Atmosphäre von Einschränkung und staatlicher Kontrolle“ und „bedrückter Stimmung“ aber das können wir nicht nachvollziehen. Klar sind hier ein paar Polizisten und Videokameras, aber keinen der chinesischen Touristen scheint das irgendwie zu interessieren und uns auch nicht! Der Platz sowie die verbotene Stadt gleichen mehr einer Kirmes als einem andächtigen Ort. Alles ganz entspannt, solange man sich an die Regeln hält.

Die Verbotene Stadt schauten wir uns nur von außen an, die zahlreichen Touristengruppen am Eingang und der Text aus dem Reiseführer überzeugten uns einfach nicht. Für uns bleibt sie also das, was sie früher auch schon war – verboten. 🙂

Vom Jingshan-Park kann man von einem Hügel einen schönen Blick auf die roten Dächer der Verbotene Stadt werfen. Dieser Hügel ist übrigens durch den Aushub entstanden, der für den Wassergraben um die Verbotene Stadt abgetragen wurde.

Auch der Zhongshan-Park gleich in der Nähe war eine grüne Oase für uns. Wir umwanderten ihn zur Hälfte und fuhren mit einer Minifähre wieder zurück zum Ausgang, was uns ein paar km zu gehen erspart.

Abends waren wir in einem Lokal Essen welches im LP angepriesen wurde als ach so toll und noch viel besser. Vom Geschmack des Essens und dem unverschämten Preis der abgerufen wurde lässt sich das Gerücht „schlaf mit einem LP Redakteur und du bekommst ein Eintrag in der Backpackerbibel“ durchaus nachvollziehen. Abgesehen davon stimmt so wenig in den LP, wie man sich gar nicht vorstellen kann. Wir werden noch oft drauf reinfallen, echt ein Drecksbuch!

Das Olympiagelände in Peking wurde natürlich auch besichtigt und wir stellen fest, dass das Vogelnest (Stadion) von außen wohl seit 2008 nicht mehr geputzt wurde. Auch der ganze Park war etwas runter, mehr Beton als Natur. Da lobt man sich den Olympiapark in München! Insgesamt konnte der Park aber dann doch gefallen, weil man ja die Bilder noch im Kopf hatte von 2008 und diese nun mit der Realität abgeglichen werden konnten.

Auch dem Himmelstempelpark statteten wir einen Besuch ab und konnten im Park die Einheimischen beim Singen und Schachspielen beobachten. Den Himmeltempel haben wir dann von außen durch die Tore bewundert, da dieser schon ab 17 Uhr geschlossen ist und wir ein paar Minuten zu spät waren. Pech.

Das CCTV Gebäude und ein Einkaufszentrum mit einer riesigen LED-Leinwand, die abends zum Leuchten gebracht wurde und die ganze Zeit eine Schatztruhe zeigte, durften auch nicht fehlen. Wobei die ganzen Malls nicht wirklich so sind, wie man diese aus den USA oder so kennt. Wenn es in den Malls Edelmarken gibt, sind keine Chinese drin und wenn wenn Schrottläden drin sind, gibt es nur Schrott zu kaufen. Zwischen Luxus und Schrott gibt es nicht viel.

Unser Fazit von Peking: Entspannter als gedacht ☺

20140604-204659-74819347.jpg

20140604-204700-74820505.jpg

20140604-204701-74821920.jpg

20140604-205829-75509154.jpg

20140604-205829-75509786.jpg

image

20140604-205830-75510844.jpg

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: