Osaka

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Tag 1

Unser Flugzeug kommt zum stehen und ab jetzt brauchen wir keine 20 Minuten mehr um aus diesem auszusteigen, die Einreise bewilligt zu bekommen, unser Gepäck zu erhalten und uns mit gekauften Zug-Ticket am Bahnhof einzufinden. Ach ja, einen Kaffee haben wir auch noch getrunken, Geld abgehoben und an der Info gefragt wo was ist und überhaupt.

Scheisse noch mal sind die nett hier! Und es ist alles so sauber, schlafen und auch essen auf dem Boden ist sicherlich gesünder, als ein eigenes Zimmer in Kathmandu und dort im Restaurant zu speisen!

Die Bahn fährt minütlich in die Stadt, braucht 50 min und kostet 7 € pro Nase. Auch diese blitzt nur so vor Sauberkeit und alles ist schön, die Leute höflich und rücken zusammen damit wir Dreckklumpen aus Kathmandu uns auch hinhocken können.

Eine Station zu weit gefahren, ausgestiegen und wieder zurück in die andere Richtung, 300m weit gelaufen und schwups im Hotel dringestanden.

Das anwesende Personal, 50 oder älter, erwartet uns schon und kommt schnell aus dem Knicks und übergibt uns Schlüssel und einen Zettel mit den Gesetzen, die hier einzuhalten sind.

Zimmer klein, mit Bett zum ausfalten, kein eigenes Bad, Toiletten auf unserem Gang, die Duschen im EG, drei an der Zahl und WLAN umsonst. Fertig.

Muss man sich dran gewöhnen mit dem Bett auf dem Boden zum ausfalten, aber wir sind ja in Japan und gezahlt haben wir auch nicht für ein Hilton sondern für diese Bude. Zimmer im Japanischen Stil nennt sich so was.

Wir erfreuen uns an dem Internet, speziell mit welcher Geschwindigkeit man durch FB und die ganzen Welten ballern kann, wenn es die Leitung nur hergibt.

Sehr zufrieden mit der digitalen Welt, wagen wir uns in die reale und laufen um die Ecke ins Amüsier- und Snack-Viertel und staunen über die Glitzer- und Bling Bling- Welten der Geschäfte, Supermärkte und Lokale.

Ein Laden zum Essen ist schnell gefunden, zuvor im Internet ausgemacht, bei dem es alles nur in Panade frittiert gibt. Sehr lecker, leider nicht sättigend dafür mit Bier für ca. 25€, läuft.

Tag 2

Hotel Wechsel um 10 Uhr am Morgen ohne Kaffee, ohne Essen im Magen, leicht nervig, aber zum Glück geht es nur auf die andere Seite der Straße.

Okaaaaaay, Zimmer noch kleiner, ein Raucherzimmer, wieder kein Bad, kein nichts außer Klima und WLAN. Hygiene Einrichtungen wild im Haus verteilt, aber alles sauber.

11 Uhr zu Tür raus, rechts die Straße runter, rein in die Q-Mall, Essen jagen. Vor den Lokalen stehen immer Stühle auf die man sich setzt und dann vom Personal reingeholt wird, wenn es soweit ist. In der Schlange stehen ist eine der Lieblingsbeschäftigungen der Japaner so sagt man. Wir setzten uns in eine Schlange, die noch übersichtlich ist und werden belohnt mit einem tollem Essen, Okonomiyaki Chibo bitte merken und hingehen wenn mal in der Nähe, inkl. großem Bier für 25€, superlecker! Das Personal ist zum niederknien freundlich, obwohl wir kein Wort japanisch verstehen und die kein Wort englisch. Traumhaft!

Gestärkt ziehen wir an Japans höchsten Gebäude vorbei, da man in einer unendlichen Schlange anstehen muss um hoch zu fahren und suchen uns eine Verbindung in die Innenstadt nach Namba heraus. Wir möchten eine SIM Karte fürs Telefon kaufen um mobil zu Surfen bei Bedarf.

Es war nicht ganz so leicht diese zu bekommen, da leider so keiner Englisch kann und immer jemand durch den halben Laden geschickt wurde um jemanden zu holen, der ein paar Brocken konnte. Aber auch dieser konnte uns zunächst nur sagen, dass es wohl nicht geht oder sonst was in der Art. Allerdings waren alle sehr bemüht uns zu helfen, wir hatten ein echt gutes Gefühl – auch wenn wir nichts verstanden haben und die auch nicht.

Lange Rede, kurzer Sinn, wir haben es geschafft und es kostet 20€ für 1GB UMTS und LTE. Der Verkäufer aktivierte die Karte an der Hotline für uns und in 5 Minuten waren wir online.

Den Rest des Tages lümmelten wir in Einkaufsstraßen und Malls rum, bewunderten die verrückten Spielhallen, die anderen Leute, die uns herzlich wenig beachteten, aßen Nudelsuppe und schauten den Japanern beim Anstehen zu.

Kurze Röcke und High Heels werden so inflationär getragen, dass man nach 2 Stunden gar nicht mehr hinsieht. Auch die Mode ist richtig wild. Jede zweite könne ganz locker aus einem Lady GaGa Video entsprungen sein oder von einer Modenschau aus gleich einkaufen gegangen sein. Wenn wir an Düsseldorf zurückblicken und dessen Mode, dann herrscht hier Krieg und in Düsseldorf Landleben in seiner Reinform! Allerdings ist es hier ganz normal aufzufallen, jeder fällt aus – also fällt keiner mehr auf. Verrück, oder?

Eine Nudelsuppe rundet den Abend dann auch noch lecker ab und wir schrubben ins Hostel zurück um uns in unsere Minibude hinzuhauen.

Tag 3

Mal wieder Wechsel der Unterkunft, diesmal fast gleich rein ins Zentrum. Diesmal auch ein richtiges Hotel! Ok, das Bad haben wir im Zimmer, der Rest ist aber auch nicht größer als zuvor dafür aber ein richtiges Bett und ein Schreibtisch und ein Kühlschrank. Das Bad ist so winzig klein hat, aber eine Toilette mit allen Schikanen. Wir sind sehr zufrieden für 35€.

Zu Fuß am Wasser entlang, bei 24 Grad, stoßen wir in die Innenstadt vor um eine Runde mit dem Riesenrad zu drehen und uns einen Überblick zu verschaffen über die Lage. Glücklicherweise ist es blauster Himmel und wir können bis nach Kobe schauen.

Unten wieder angekommen, ziehen wir quer durch die Straßen ohne Plan. Es gibt einfach zuviel zu sehen, Straßen mit ohne Namen und Straßennamen die man sich nicht merken kann, weil man diese nicht lesen kann. Wir streifen durch die Gassen und kehren zum Essen in ein kleines Lokal ein, Nudeln, Volltreffer, mal wieder super lecker, super nett, wunderschön!

Der Tag blubbert vor sich hin mit vielen Spielhallen, Läden und Straßen, die wir drei oder vier mal begehen ohne es zunächst zu merken. Die unterirdischen Geschäfte sind mit den Bahnhöfen verbunden und sind teilweise Kilometer lang. Eine eigene Welt im Untergrund, wirklich für uns ungewöhnlich und verwirrend. Die Spielhallen sind bevölkert von jungen Leuten, aber auch von genug Leuten in Anzug und Krawatte. Die Musik dort ist unglaublich laut, außer uns stört dieses keinen. Ein irrer Mix aus allen Musikrichtungen knallt auf uns ein. Lange halten wir es nicht aus und suchen unser Heil in einer Nudelsuppe mit Sojasoße und Knoblauch.

Osaka, verhält sich wohl zu Tokio wie Brisbane zu Sydney, ist eine richtig coole, saubere, wilde, gemütliche Stadt in der man sich tagelang aufhalten kann, an jeder Ecke was neues sieht oder nur im Park sitzen kann und relaxen. Dazu sind die Leute hier scheiß freundlich. Egal warum, ob sie uns mögen oder nicht, man fühlt sich hier sehr sehr wohl und sicher.

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