Kyoto

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Klar kennen wir Kyoto! Kyoto Protokoll vor 15 Jahren, Klimaerwärmung und so…

Ok, viel Wasser ist seitdem den Rhein runter und nun stehen wir vor zwei Tagesausflügen nach Kyoto: Tempel begutachten und Fahrrad fahren wenn möglich.

Die Bahn ist unser bester Freund und so starten wir mit dieser auch gleich und erreichen mit zwei Mal umsteigen in 50 Minuten Kyoto und die Fushimi Inari-Taisha Anlage. Mancher wird diese schon mal gesehen haben oder kennt die markanten roten Tore, die man dort haufenweise findet.

Kursfassung: Der Hügel, auf dem alles aufgebaut ist, gehörte einem Mann, der als seine Zeit gekommen war in den Himmel gefahren ist. An der Stelle, wo diese Himmelfahrt begonnen hat steht nun der Heiligste der Shintō-Schreine. Dann spielt noch ein Schwan und Krieg eine Rolle, aber wer weiter interessiert ist, findet bestimmt was zum nachlesen 😉

Der Weg ist von der Bahn nicht zu verfehlen, man folgt einfach den Japanern und schon geht es los mit ein paar Tempeln und den roten Toren. Der Weg auf dem Tempelgelände ist dann nicht mehr so eindeutig, obwohl diverse Schilder vorhanden sind. Diese haben aber bedauerlicherweise den „Du bist hier Button“ alle an der falschen Stelle und somit mehr verwirren als helfen. Mit Google-Maps ist aber alles zu schaffen und dank den perfekten Karten von Japan ist jeder Waldweg zu erkennen und wir haben einen Plan.

Im Grunde ist das ganze folgendermaßen aufgebaut: Oben auf dem Berg steht das Heiligste, der Schrein, und du begibst dich auf einem Rundweg auf diesen zu und dann wieder von diesem weg. Auf dem Weg dorthin durchschreitest du hunderte von Toren, die du als Privatperson oder Unternehmen für viel Geld erwerben kannst. Wenn du ein Tor kaufst, wird dieses auf dem Weg nach oben aufgestellt und du bekommst jede Menge gutes Karma von dem Schrein. So oder so ähnlich läuft der Deal.

Leider ist uns das Bargeld ausgegangen und wir können uns keins kaufen, nicht mal ein ganz kleines, und so trösten wir uns mit einem Grünen-Tee-Soja-Softeis und schauen auf Kyoto runter. Das Wetter spielt mit und so haben wir eine gute Aussicht auf die Ebene in der Kyoto liegt.

Der Weg zum Schrein, zum Heiligsten, zieht sich länger als gedacht. Wir mit unseren langen europäischen Beinen können aber alle Japer schnell hinter uns lassen und kommen trotzdem gut voran. Auf dem Höhepunkt angekommen, bestaunen wir dann den Grund unseres Kommens und den der tausenden Japaner. Wir wollen nicht beleidigend sein, aber unspektakulär trifft es schon ganz gut. Highlight sind für uns eher die Tore. Dennoch beschließen wir auch diesen Schrein entsprechend zu würdigen und machen uns dann auf den Weg nach unten.

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Kyoto Tag 2

Heute geht es nicht direkt nach Kyoto, sondern nach Arashiyama. Bambuswälder und idyllische Landschaften wollen wir per Bike erkunden.

Gleich am Bahnhof in Arashiyama springt einem unverhofft die Station mit den Fahrrädern ins Gesicht. Nach einer kurzen Einweisung wie Fahrräder funktionieren, geht es auch schon los und wir radeln mit dem Finger auf der Karte durch die Gegend. Es macht den Anschein, als ob wir uns schneller, als die normalen Fahrradfahrer durch die Gegend bewegen, da wir ungläubiges Staunen ernten. Möglicherweise liegt es aber auch einfach nur an unser Hautfarbe und Größe. Wobei die Japaner meist sehr diskret sind, man wird nie direkt angestarrt oder beobachtet.
In Japan muss man keine Angst vor Autos haben, bevor diese einen auch nur berühren, würden sich Nord- und Südkorea wieder vertragen. Überhaupt wird dermaßen defensiv gefahren, dass man ruhig jeden Quatsch machen kann ohne Gefahr zu laufen geplättet zu werden. Wir belassen es aber dabei die Gesetzte der Straße zu achten und treten in die Pedale.

Der erste Stop ist der Bambuswald, kein Bambus wie bei uns, 2m hoch und 5cm dick, sondern 10m hoch und 15cm dick. Ein ganzer Wald aus diesen Bäumen steht vor uns. Glücklicherweise können wir einen Weg durch den Wald finden und sehen rechts und links nur noch grün. Es werden noch die einen oder anderen Touristen mit Lauf-Rikschas durch die Gegend gefahren und ein paar Japaner ziehen ihre Kreise. An einem „beschrankten“ Bahnübergang stehen natürlich zwei Polizisten und passen auf, dass alles gut geht und winken die Leute, auch uns, rüber, wenn es sicher ist zu überqueren. Das Sicherheitsdenken ist schon sehr ausgeprägt im Land der aufgehenden Sonne! Uns verschlägt es weiter -durch ein idyllisches Wohngebiet mit 10 Getränkeautomaten- zu einem Tempel (Nison-in), der wunderbar eingebettet an einem Hang liegt. Der Aufgang ist gesäumt von Bäumen, die in den verschiedensten Farben leuchten und man fast den Eindruck bekommt es wäre Herbst. Der Tempel ist eine sehr gepflegte Anlage mit angeschlossenem Friedhof und wirklich schön.

Da wir gestern leider ein kleines Problem mit der Zeit hatten und vor verschlossenen Türen standen, wollen wir dieses heute nachholen und machten uns auf zum Tempel Kinkaku-ji. Die Bikes liefen gut und so fahren wir die 7km schön locker mit leichtem Gegenwind. Mehr als zeitig kommen wir heute am Tempel an. Dieser Schrein, schon mal abgebrannt und aufgebaut, ist nun aus Gold (beschichtet) und funkelt mit der Sonne um die Wette. Wenn man nicht aufpasst wird man halb blind, wenn man zu lange in das reflektierende Gold schaut. Der Schrein liegt in einem See und man kann diesen fast komplett umrunden. Alles zusammen eine sehr schöne Anlage, wenn auch turbo-touristisch. Das merkt man aber gar nicht so, da es nur wenige Europäer bis hier schaffen und so sonnen wir uns in dem goldenen Anblick, mit der Gewissheit etwas gesehen zu haben, was sonst nur wenige sehen 🙂

Der Rückweg verläuft reibungslos, die meiste Zeit wiederum bergab, ebenso die Rückgabe der Fahrräder geht leicht von der Hand.

Ach ja, der Teil rund um den Bambuswald und den Bergen wird gerne von Japanern genutzt, um ihrem Leben ein Ende zu bereiten…man solle dort nur hinfahren wenn man mit sich im Reinen wäre. Ahja!

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One thought on “Kyoto

  1. Annika

    Hallo ihr Lieben! Wir haben uns sehr über eure Nachricht gefreut 🙂 Mit dem Bloggen sind wir gerade etwas hinterher – sind jetzt schon fast zwei Wochen in China. Man glaubt es kaum, aber die Chinesen haben wir schon voll in unser Herz geschlossen 🙂 Habe eine süße chinesische Karte für Ella gefunden- die wird ganz bald losgeschickt! :* Liebe Grüße aus Pingyao!

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