Kathmandu

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Heute Abend geht es weiter nach Nepal und wir fliegen vom hochmodernen Flughafen in Delhi, der keine Wünsche offen lässt. Die letzten Indischen Rupien werden in Starbucks Kaffee, Himalaya Wasser und Muffins investiert und wir sagen bis bald Indien!

Im Flugzeug von Jet Airways wird erst mal vom Personal als erste Handlung reihenweise Bier aufgemacht und gleich im Anschluss gibt es dann Essen. Auf Softdrinks muss man lange warten, wenn man überhaupt welche haben wollte. Wir freuen uns auf jeden Fall auf das Bier, da es in Indien oft nicht so einfach gewesen ist an Bier oder anderen Alkohol zu kommen. In Delhi zum Beispiel gab es sogar im Hotel nichts Alkoholisches, sodass wir uns in einem Restaurant, ein paar Straßen weiter, ein Bier zum Mitnehmen bestellt haben.

Der Vogel war schnell wieder am Boden und wir nach zwei Anläufen auch über die Grenze drüber und somit in Nepal.

Wir schnappen uns ein Prepaidtaxi und fahren Richtung Hotel. Um 23 Uhr sind in Kathmandu schon alle Bürgersteige hochgeklappt und die Stadt wirkt auf uns verlassen und leer. Hier geht nichts mehr, selbst Lichter waren keine mehr an. Beifahrer in unserem Taxi ist gleich ein junger Nepalese, der uns eifrig seine Trekkingtour verkaufen möchte. Wenn man das so nötig hat, dann kann das ja nichts sein, denken wir uns. Leicht genervt von dieser Verkaufsnummer ertragen wir es aber ohne Mucken und freuen uns auf ein sauberes Zimmer mit Klima und einem richtigen Bett.

Unser Hotel in Kathmandu ist das Sauberste, was wir in den letzten drei Wochen gesehen und gerochen haben. Jetzt wird uns noch mal deutlich, wie dreckig doch alles in Indien ist. Erstaunlich wie schnell man sich doch daran gewöhnt und damit klarkommt. Wir genießen jetzt erst mal den kleinen Luxus in unserem Zimmer bestellen ein Bier und nehmen eine Dusche.

So schön die Nacht und die Ruhe gestern Abend gewesen sind, die Baustelle am nächsten morgen lässt uns um 6:00 wach werden. Wir möchten die Fenster zu machen, aber diese sind bereits geschlossen. Unglaublich das durch Glas so viel durch kommt – wenn es nur 2mm dick ist und nicht zwei- oder dreifach verglast ist.

Nach dem Frühstück geht es durch die Gassen von Thamel, dem Touri-Viertel Kathmandus. Alles ist sauberer und aufgeräumter als in Indien. Die Menschen kehren mit Besen fleißig die Steine und den Staub auf die Straße. Eine der Lieblingsbeschäftigungen der Nepalesen, wie wir später feststellen werden. Danach wird Wasser auf die Straße gespritzt – damit es nicht so staubt. Funktioniert auch ganz gut. Naja. Auch wird die Ware fleißig mit Tüchern abgeklopft um sie von Staub zu befreien. Die Fleischer präsentieren ihre Ware in der Sonne – egal ob Fisch oder Huhn. In Nepal wird uns eine weitere weitgehende Fleisch-freie Zeit erwarten. In Indien gab es so viele leckere vegetarische Gerichte, da ist es uns ziemlich leicht gefallen.

Wir schauen uns schon mal zwei Trekkingagenturen an, denn in den nächsten Tagen möchten wir ins Himalaya-Gebirge starten. Wir haben uns für die Umrundung des Annapurna Gebirges entschieden, die tolle Ausblicke, kulturelle Vielfalt und eine Passüberquerung auf über 5000m zu bieten hat.

Am Nachmittag geht’s zum Flughafen um jemand ganz besonderen abzuholen. Annikas Mutter besucht uns für 3 Wochen und wir freuen uns sehr.

Wir haben uns alle drei erstmal nepalesische Sim-karten machen lassen, damit wir auch mobiles Internet haben. Abends gibt es die ersten Momos (tibetische Teigtaschen) bei Rosemarys.

Am nächsten Tag besuchen wir die Swayambhunath Stupa. Diese liegt auf einem Hügel, von dem man einen schönen Blick über Kathmandu hat. Warum der Tempel auch Affentempel heisst, wird uns auch schnell gezeigt: Unsere Wasserflasche wird gleich von einem Affen geklaut.
Alles ist voller Gebetsfahnen und Räucherstäbchen und das buddhistische Mantra „Om mani padme hum“ ist überall zu hören. Im Uhrzeigersinn um die Stupa gehend, drehen wir die ersten Gebetsmühlen -natürlich um gutes Karma anzuhäufen-. In diesen sind auf Papierrollen verschiedene Gebete und Mantras geschrieben.
Wenn uns eine Religion fasziniert, dann noch am meisten der Buddhismus.

Anschließend gehen wir noch zu zwei weiteren Trekking-Agenturen und entscheiden uns dann für Nature Trails, die am professionellsten erscheint. Dort buchen wir einen Englisch-sprechenden Guide und zwei Porter für ganze 18 Tage. Die Übernachtungen in den Lodges und die Verpflegung sind bereits eingeschlossen und wir freuen uns über den Vertrag bzw. den baldigen Tekk.

Den nächsten Tag verbringen wir mit Vorbereitungen für den Trek. Am folgendem Tag soll es bereits losgehen und so müssen noch ein paar Dinge wie Wanderstöcke, Mützen und Handschuhe gekauft werden.

In Kathmandu ist das Angebot riesig und hier kommt man günstig und einfach an Ausrüstung, die natürlich nicht Original ist, aber ausreichend für uns.

Schlafsäcke, Daunenjacken und ein paar Wanderstöcke bekommen wir von der Agentur gestellt.

Anschließend schlagen wir uns mit den Geldautomaten herum. In Nepal kann man immer nur sehr kleine Beträge abheben. Bei der NABIL Bank sind es immerhin schon 15000 NPR, also ca. 110 Euro. Nach mehreren Malen sind alle unsere Karten aus Sicherheitsgründen vorrübergehend gesperrt, ein Problem welches wir in Indien auch schon mal hatten.

Unsere Banken sind bereits seit langem informiert, dass wir uns zur Zeit auf Reise in Nepal befinden, reagieren aber immer nur mit dämlichen Antworten auf unsere Frage, warum wir schon wieder keine Kohle bekommen.

Irgendwie bekommen wir das Geld für den Trek aber zusammen und laufen mit 2 kg Geldscheinen zur Agentur um zu zahlen.

Den letzten Abend genießen wir noch mal in der Zivilisation und lassen es uns beim Essen gut gehen.

Nachtrag zu Annapurna

In Pokhara verbringen wir einen wunderschön entspannten Tag am See. Wir machen einen zweistündigen Ausflug auf den Phewa-See und lassen uns in der Sonne bräunen. Unsere Ruderin ist eine ca. 60-jährige Nepalesin, die unsere Fahrt mit nepalesischen Liedern verschönert und ab und zu eine Fluppe raucht. Wir laufen etwas am See lang und erspähen die Kifferbehausungen mit den fertigen Typen ganz am Ende der Promenade.

Am Nachmittag kommt ein kräftiges Gewitter mit Hagel runter und wir finden Unterschlupf bei einer nepalesischen Familie unter einem Wellblechdach. Wir beten gemeinsam, dass dieses nicht wegfliegt und trinken gleich einen Tee, wenn wir schon mal sitzen.

Pokhara gefällt uns sehr gut und keiner von uns hat wirklich Lust in die Smogstadt Kathmandu zurück zu fahren.

Am nächsten Tag geht es dann aber trotzdem nach Kathmandu und zwar mit einem Green-Line Bus. Dieser ist ein komfortabler Touristenbus und man muss hier nicht regelmäßig Todesangst haben, wenn ein Kurve kommt.
In Kathmandu schauen wir uns noch die wunderschöne Budna-Stupa an und auch den Durbar Square, den man sich aber getrost sparen kann.

Annikas Mutter fliegt nach Hause und es heißt Abschied nehmen.
Den nächsten Tag verbringen wir auf der Dachterasse unserer Unterkunft, eine Oase in Kathmandu. Wir planen die Zeit in Japan oder hängen nur ab und hören Musik.

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