Delhi

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Wir haben wieder eine neue indische Zugklasse ausprobiert. Um sechs Uhr morgens ging es in bequemen drei Stunden im AC-Chair-Car nach Dehli.

Wellblechhütten und Müllberge häuften sich und wir waren gespannt auf die Situation in Delhi.

Erwartete uns hier die Anhäufung von Armut, Bettlern, Dreck, Schleppern- wie das so typisch für eine Hauptstadt ist…

Den ersten „seriösen“ Touristenguide haben wir gleich schon mal abgewehrt.
Man sollte sich im Klaren sein, dass jemand einem in Indien nicht einfach nur helfen möchte -vor allem nicht einer, der bei 30 Grad im Schatten im Anzug rumsteht und auf einen wartet.

Unser Hotel lag gerade mal 1km vom Bahnhof entfernt. Für so eine kurze Strecke zahlt man in Agra ca. 100 Irp. Diesen Preis haben wir auch mit dem ersten TukTuk Fahrer vereinbart. Als wir dann einstiegen und unser Gepäck verstaut war, hieß es dann der Preis gilt pro Person. Also wieder raus aus dem TukTuk und weiter gesucht. Ein paar Meter weiter haben wir dann eine Prepaid Taxi Station gefunden, an der es festgelegte Preise gibt. So einfach. Unser Hotel Su Shree Continental war der reine Luxus im Gegensatz zum letzten.

Nach dem Essen ging es zum Lotus Tempel der Bahai-Religion. Ein Tempel in dem alle Religionen willkommen sind und jeder beten kann, egal welcher Glaubensrichtung er angehört. Eine sympathische Sache.

Nach dem Tempel zog es uns in eine nahegelegene Mall. Hier lernten wir zum erstem Mal das westliche und moderne Indien kennen, das Indien der Oberschicht. Nachdem die Sicherheitskontrollen am Eingang nur Bennys Leatherman aus dem Verkehr zogen, konnten wir dann auch eintreten in die westliche Konsumwelt. Hier liefen auch die einzig modernen und westlich gekleideten Frauen rum, die wir jemals in Indien gesehen haben. Hier kann man sich dann auch einen Eiskaffee gönnen, der das Doppelte kostet von dem was wir sonst zu zweit für ein gemeinsames Essen ausgegeben haben. Am Abend spazieren wir noch was durch die Lodi Gardens, eine sehenswerte Parkanlage mit vielen Mausoleen aus dem 15.Jahrhundert. Trotz Dämmerung sehen wir viele Frauen alleine joggen, es scheint ein sicherer Park zu sein…

Am nächsten Tag geht es auf den Markt Dilli Haat auf dem allerhand schöne Sachen erworben werden konnten.
Auch schauen wir uns das Humayun´s Tomb an, ein Mausoleum das ebenfalls mal Inspiration für den Tajmahal gewesen ist.

Über die Bazaar-Road, die Einkaufsstraße für Backpacker, ging es wieder zurück zum Hotel. Hier findet man hauptsächlich Aussteiger aus Europa, Dreadlocks und Puffhosen. Ganze Backpacker-Familien sind hier zu finden, bei denen haben die armen Kinder dann auch schon Dreadlocks.

Die kleinen Gassen drum herum gefallen uns deutlich besser- Indien pur. Die Gassen sind aber deutlich sauberer und alles scheint etwas geregelter und organisierter als in Agra.

Den letzten Tag in Indien verbrachten in den Straßen von Chadni Chowk und Umgebung, dem indischen Einkaufsviertel schlechthin. Fotoausrüstung, Kleidung, Hochzeitsschmuck, Bücher, Baumaterialien- alles was das Herz begehrt- gibt es in Straßen oder Straßenabschnitte unterteilt zu finden. Inder hielten ihr Mittagsschläfchen in den Schubkarren oder auch gerne auf dem Boden wenn nicht anders möglich.

Unsere letzten Stunden in Indien. Wir haben uns gerade eingelebt und schon geht es weiter nach Nepal.

INDIA heißt für uns nicht, wie ein Nepali uns später so schön sagte: „ I Never Do It Again“. Indien hat uns wirklich sehr gut gefallen. Gerne kommen wir wieder, dann für etwas länger. Der Strand in Agonda hat uns beide total positiv überrascht, dass es hier so schön entspannt und vor allem sauber ist hätten wir nicht gedacht. Ganz Rajasthan gibt es noch zu sehen, das sind Wüstenstätte, Festungen und Tempel und natürlich auch die wunderschönen Berglandschaften im Norden.

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