Agra

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Dreckig, kaputt und müde kamen wir in Agra an. Erst mal etwas hingelegt und ein paar Stunden ausgeruht.

Die Suche nach einem Bazaar zum Stöbern und Shoppen war der totale Reinfall. Der Tuktuk Fahrer vom Hotel hat uns zunächst zum Geschäft seiner Freunde gefahren aber auf so einen Scheiße haben wir keine Lust. Also sind wir einfach ausgestiegen und ein Stück gelaufen- so was nicht mit uns. Er kommt sofort wieder zu uns angefahren und sagt, dass er noch was anderes kennt und fährt uns noch zu einer anderen Stelle. Jetzt war es wenigstens eine Einkaufsstraße aber auch nicht so der Hit. Um genau zu sein totler Bockmist! Wir trösteten uns mit Eiskaffee in einem Kaffeeladen, in dem- wie so häufig – 10 Angestellte stehen, die sich die kaum vorhandene Arbeit teilen. Einer nimmt unsere Bestellung auf, Zwei schreiben diese auf verschiedene Zettel, Einer kassiert und die Anderen schauen zu.

Am Abend dann endlich ein Highlight: der Taj Mahal im Sonnenuntergang von der anderen Seite des Yamuna Rivers. Mehtap Bagh heißt diese grüne Parkanlage, von der man einen wunderschönen Blick hat. Diesmal haben wir auch einen super Tuktuk Fahrer, der uns mit indischer Musik durch die Stadt fährt.

Die Straßen sind voll mit Menschen, Kühen, Ziegen, Autos oder ähnliches, in der Dämmerung erwacht die Stadt noch mal zum Leben bevor sie wieder in den Dämmerschlaf fällt.

Auf der Dachterrasse unseres Hostels gab es dann -begleitet von Feuerwerk- Abendessen. Im Moment ist hier wohl gerade eine beliebte Zeit um zu heiraten und das wird hier ordentlich gefeiert.

5.30 Uhr morgens.

Der Tuk-Tuk Fahrer mit der tollen Musik wartet wie verabredet bereits auf uns. Los geht’s zum East-Gate des Taj Mahals. Im Sonnenaufgang soll es dort am schönsten sein. Es ist noch dunkel, die Straßen sind frei. Wir sehen Menschen zugedeckt am Straßenrand schlafen, die ersten erwachen langsam, trinken Chai, putzen Zähne oder verrichten ihr Geschäft. (ja hier geschieht wirklich alles auf der Straße)

Wir sind die Ersten am Ticketschalter. Das die Tickets für uns 750,- IRP kosten und den Inder nur 20,- IRP wussten wir bereits und darüber können wir uns wirklich nicht aufregen. Tauschen möchte ja wohl keiner von uns mit den Indern. Dafür gibt es auch eine Flasche Wasser und Plastikschuhe für alle.

Schön brav eingereiht: Männer, Frauen und Locals –damit alles auch schön geordnet zugeht. Vor dem Tor große Aufregung, die Stempel werden gesucht. Irgendwann fällt einem auf, dass die Stempel in der Box sind auf der zwei der Sicherheitsbeamten sitzen. Nach einigen Versuchen hat es auch geklappt die Stempel auf das richtige Datum einzustellen. Diese Amateure!

Als die Tore endlich geöffnet werden, müssen wir erst mal durch die Sicherheitskontrolle. Stativ von der GoPro und unsere Essensvorräte sind nicht erlaubt- und so darf alles noch geschwind in den ca. 1,4 km entfernten Lockerroom gebracht werden. Gut das wir so früh da waren…

Der Taj Mahal ist das schönste Gebäude der Welt. Das schönste Grabmahl der Welt sowieso. In Gedenken an seine verstorbene Lieblingsfrau Mumtaz Mahal ist er 1631 von Großmogul Shah Jahan errichtet worden. Unglaublich wie man damals schon zur Planung und zum Bau von so etwas fähig gewesen ist.

Weiter geht es zum Agra Fort. Von dieser Palastanlage hatte der Großmogul nach seiner Entmachtung durch seinen Sohn in seiner Gefangenschaft wenigstens den Taj Mahal in 2,5 km Entfernung in Sichtweite.

Am Abend schauten wir uns noch den Baby Taj an, sehr schön bei untergehender Sonnne. Der Baby Taj ist auch unter dem Namen Itimab-ud-Daula-Mausoleum bekannt und ist Inspiration für den Taj Mahl gewesen. Die Marmorverzierungen sind sogar noch schöner und detaillierter.

Am Abend gingen wir gut und lecker essen in ein etwas schöneres Restaurant: „The Pinch of Spice“. Zuerst waren wir mit den zwanzig Angestellten alleine, dann kamen aber immer mehr indische Familien, die moderne indische Mittelschicht. Diese haben wir bis jetzt noch nicht zu Gesicht bekommen- aber es gibt sie wirklich.

Fathepur Sikri. Die Geisterstadt

Mit dem Prepaid-Taxi geht es in die 35 km entferne ehemalige Hauptstadt (1571-1585) des Mogulreiches. Der Mogul Akbar ließ diese zu Ehren eines Heiligen errichten, der ihm durch eine Prophezeiung 3 Söhne schenkte.
Insgesamt sicher eine nette Anlage aber viel ist einfach Schrott und nicht wieder hergerichtet worden. Es liegt Müll rum und nur wenige Teile der Anlage scheinen unter Beobachtung oder Betreuung zu sein.

Auf dem Rückweg haben wir dann noch einen geplatzten Reifen. Zum Glück haben wir ein Ersatzreifen dabei, den wir selber wechseln, da der Driver leider die Radmuttern in die falsche Richtung lösen möchte.

Eigentlich hatten wir geplant noch eine Nacht länger zu bleiben, aber nach drei Tagen gibt es für uns hier nichts mehr zu sehen außer Müll und staubige Straßen. Wir konnten keine sehr gute Beziehung zu Agra aufbauen und würden auch empfehlen sich nur den Taj Mahal mit genügend Zeit anzuschauen und dann gleich weiter zu ziehen.

Ach ja, das Hotel war auch schlecht. Schlechtes Zimmer, schlechtes Essen und das Personal unter aller Sau.

Nun freuen wir uns ganz besonders auf die Hauptstadt!

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